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Bachs Solosonaten dreistimmig, ohne zu arpeggieren

Der Geiger Alois Kottmann nimmt Stellung zu seiner Gesamtaufnahme.
Gesprächspartner ist Albrecht Goebel


Albrecht Goebel:
Vor einigen Monaten brachte der Musikverlag Melisma Ihre 1990 vollendete Gesamtaufnahme von Bachs Sonaten und Partiten für Solovioline in Neuauflage heraus. Die klanglich verbesserte CD-Kassette (Meli 7135-2) fand auch in der Fachpresse ungeteilte Zustimmung. Gelobt wurde neben der technischen Perfektion die tiefe künstlerische Durchdringung von Bachs Musik. So schrieb Hans-Klaus Jungheinrich am 29.11.1997 in der "Frankfurter Rundschau": "Kottmann erreicht einen Grad der Darstellungsvollendung, den man emphatisch als absolutes Gelingen apostrophieren möchte." Zugleich wurden verschiedene interpretatorische und violintechnische Neuerungen hervorgehoben, über die wir hier noch sprechen werden. Wie verlief Ihre künstlerische und musikpädagogische Entwicklung?


Alois Kottmann:
Ich bin 1929 geboren und habe in Frankfurt am Hoch´schen Konservatorium sowie an der Musikhochschule studiert. Meine Lehrerinnen waren Sannah Uhlemann und Marie-Louise Graef-Moench, eine Schülerin von Carl Flesch. Nach Abschluß des Studiums und Kursen bei Max Rostal arbeitete ich als Geigenlehrer an der Odenwaldschule, einer namhaften Reformschule. Seit Anfang der fünfziger Jahre habe ich dann am Hoch´schen Konservatorium und der Frankfurter Musikhochschule unterrichtet; später übernahm ich noch einen Lehrauftrag an der Universität Mainz.
Neben dieser bis heute andauernden pädagogischen Arbeit bin ich als Konzertgeiger und als Leiter meines Frankfurter Kammerorchesters Collegium Instrumentale tätig. 1982 gründete ich die "Hofheimer Musiktage", eine alljährliche Veranstaltung, die sich gleichermaßen der künstlerischen-praktischen Arbeit widmet wie Fragen nachgeht, die das öffentliche Musikleben betreffen.


     
 
www.alois-kottmann.de
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